Schweinestallbau Bio

Schweinestall bauen: Biostall in Modulbauweise

Der Prototyp für diesen revolutionäneren Bioschweinestall ist die Abferkelanlage der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, Außenstelle Thalheim/Wels

Bei der Entwicklung des richtigen Betonbodens stand das Wohl der Tiere im Mittelpunkt:

Die Oberfläche darf weder zu rau, noch zu glatt sein. Wände und Decke wurden aus Holz erstellt, um eine bessere Schalldämmung zu erreichen. Denn gerade im Bereich von Abferkelanlagen ist für die Tiere Ruhe wichtig. Weitere Vorteile liegen in der Wärmeisolierung, die bei Holz gegenüber mineralischen Baustoffen besser ist, und in der Statik. Modulbauweise hat große Vorteile Der wohl größte Vorteil der modularen Bauweise liegt darin, dass sich die einzelnen Module immer erweitern lassen. Es ist also im Endeffekt egal, ob die Anlage aus zwei, vier, acht oder mehr Abferkelbuchten bestehen soll: Es wird einfach ein Modul ergänzt, und die Anlage muss bei einer Erweiterung nicht komplett umgebaut werden. Die aus Holz vorgefertigten Module erweisen sich hier als besonders praktisch, denn trotz guter statischer Eigenschaften lässt sich das Material einfach verbauen.

Stallbau
: Schritt für Schritt

Nach Abtragen der Humusschicht werden einzelne Streifen ausgebaggert, denn die Betonelemente sollen nur auf schmalen Streifenfundamenten aufgelegt werden. In dem Bereich, in dem später die Ferkel liegen werden, befinden sich die Schläuche einer Fußbodenheizung in den einzelnen Betondeckplatten. Um die 1.000 kg wiegt eine einzelne Platte, sie kann also mithilfe eines einfachen Krans verlegt werden. Sauberes, sehr genaues Verlegen ist bei dieser Art modularen Bodens wichtig, damit das Gebäude später seine Stabilität behält. Nur der Laufgang von einem Meter Breite ist aus Beton gegossen worden, hier verlaufen auch alle Leitungen. Die beiden Liegebereiche für Sauen und Ferkel sind zum Erdreich hin gedämmt. Die eigentlichen Gebäudeteile, Wände und Decken, sind aus Kreuzlagenholz (miteinander verleimte Platten aus Vollholz) gefertigt und können mit dem Autokran gesetzt werden. Sind die CLT-Elemente (CLT = Cross Layer Timber, Kreuzlagenholz) per Kran aufgerichtet und auf die Betonplatten gesetzt worden, können sie mithilfe vorinstallierter Winkel verschraubt werden. Die Holzelemente sind so vorgefertigt, dass bereits alle Öffnungen für Tiere, Durchgänge, Licht und Leitungen vorhanden sind.

Im unteren Bereich, wo die Wandelemente unter Umständen mit Urin in Berührung kommen, sind Streifen aus Purist aufgebracht worden. Das Material ist wasserfest. Stehen die Wände erst einmal, kann die Decke einfach aufgelegt werden.

Im Inneren des Stalls werden Buchten montiert, die sowohl das Tierwohl im Auge haben als auch die Funktionalität für den Landwirt (Welfare und Comfort) – die WelCon Abferkelbuchten. Diese Innenbuchten werden ebenfalls aus Holzelementen montiert, die sich als genauso haltbar und leicht zu reinigen wie Plastikelemente erwiesen haben, aber dank der spezifischen Eigenschaften von Holz viel besser in den Biolandbau passen. Jede Bucht ist mit einer Raufe für Raufutter und einer Tränke versehen.

Die Innen- und zugehörigen Außenbuchten sind über einen Fressgang verbunden: Draußen ist der Mistbereich, drinnen der Liegebereich. Der Fressgang kann mit einem Gitter kurzfristig verschlossen werden. Der Liegebereich ist vom Fressgang aus zugänglich, nicht vom Mistbereich aus. Das Ferkelnest ist nach oben abdeckbar, so dass Licht draußen und Wärme drinnen bleibt. Sie befindet sich direkt am Liegebereich und ist auch nur von dort zu erreichen.

Energieoptimierte Bauweise:
Im Mittelpunkt des modularen Bio-Schweinestalls steht neben dem Wohl der Tiere die Energieeffizienz des Baus. Der Bau muss einerseits dem Wohl der Tiere Rechnung tragen, andererseits aber auch so umweltverträglich wie nur möglich sein. Das wird über die Baumaterialien erreicht, von denen eine Menge abhängt.

Mehr Infos zum Stallbauprojekt

Fotos zu Stallbau:HBLFA Raumberg-Gumpenstein

 

 

Bericht Biostall im Modulbau

 

Bericht im BLW (Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt)

Sie wollen mehr Informationen:

Sie wollen mehr wissen dann 
fragen Sie unseren Fachberater:
+43 (0)7277/2326-0

NatureLine
PDF downloaden

Hintergrundbild